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Abstract

Auszug aus der Tugendgeschichte

Eine Erklärung

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Abstract

Zu vielen Zeiten und in vielen Kulturen gibt es religiös, moralisch oder auch anders begründete Forderungen darüber, wie der Mensch zu sein habe.

Doch bei dem Versuch, einer derartigen Forderung gerecht zu werden, gibt es ganz bestimmte Mechanismen, die den Einzelnen veranlassen könnten, bei gewissen Themen immer wieder nur die Absicht hinter dem Handeln zu prüfen, nicht aber die Auswirkungen des Handelns zur Kenntnis zu nehmen. Typische Folgen sind:

Blinde Flecken in der Wahrnehmung, der Selbstwahrnehmung und im Verständnis äußerer Realitäten.

Trotz bester Vorsätze - oder gerade deswegen - erstarrte, überholte, immer wieder sich selbst oder auch Andere schädigende Verhaltensmuster.

Die Unfähigkeit, aus den Folgen eigenen oder fremden Handelns zu lernen.

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Auszug aus der Tugend- und Moralgeschichte

In der Zeit des alten Homer verstand man unter Tugend - abweichend von der heutigen Bedeutung - noch eine gelingende Gestaltung des Lebens als Ganzes. Bei dieser archaischen Sichtweise war das Leben und Handeln des Einzelnen noch unmittelbarer Gegenstand der Betrachtung.

Von Tugenden als moralischen Eigenschaften, die lehrbar seien und die als anstrebbar gelten, wird erstmals bei Platon gesprochen. Vier Kardinaltugenden listet Platon auf: Weisheit, Tapferkeit, Maßhaltung und Gerechtigkeit.

Nachdem Tugenden nun vom Leben und Handeln des Einzelnen abgelöst und als Eigenschaften beschrieben waren, fanden sich bald andere Philosophen, die noch viel weiter gingen: Kleanthes, ein Stoiker, behauptete gar, bei jeder Handlung komme es nur auf die innere Absicht an, der sie entspringe, nicht aber auf das durch sie bewirkte Resultat.

Die katholische Kirche im Mittelalter griff die Kardinaltugenden Platons auf und fügte noch drei weitere hinzu: Glaube, Liebe und Hoffnung. Diese Tugenden sollen den Menschen in die Lage versetzen, das Erdental unbeschadet zu durchschreiten und jenseitige Glückseligkeit zu erlangen - jenseits.

Speziell im deutschsprachigen Raum war die Geistesgeschichte jahrhundertelang eher vom Idealismus eines Platons geprägt, der sich fragte, wie die Dinge denn sein sollten, als vom Empirismus eines Aristoteles der untersuchte, wie die Dinge denn nun wirklich sind, eine Geisteshaltung, eher im angelsächsischen Raum vorherrschend war.

So verkündete beispielsweise Kant: "Erkenne Dich selbst! ... in Bezug auf Deine Pflicht." Zwar forderte er die Pflichten ohne Rücksicht auf irdische Glückseligkeit zu tun, aber er schloß über den Begriff der "Glückwürdigkeit" auf einen jenseitigen gerechten Ausgleich durch einen höheren Richter.

Dem gegenüber kam Fichte bereits zu dem Ergebnis, Glückseligkeit sei nichts anderes, als der Zustand des Glücks nach getaner Pflicht. Wer sie anderswo suche, werde sie auch in einem unendlichen künftigen Leben nicht finden - es gebe keine jenseitige Seligkeit außerhalb des schon auf Erden erfahrbaren Glücks einer erfüllten Pflicht.

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Eine Erklärung

Die Methode der Denotat-Analyse nach Eckart Klobe kann aufzeigen, was für Mechanismen hierfür in Frage kommen, wie sie wirken, was sie bewirken, woraus sie ihre Kraft beziehen und wie der Einzelne ihnen unterliegen oder auch entgehen kann.

Beschrieben wird die Denotat-Analyse nach Eckart Klobe in dem Buch "Wahrnehmung, Werte und die Dynamik von Sekundärtugenden" sowie auf Vorträgen des Autors.

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